Neustart – Zuckerrübchen 2.0

Hello again…

Nach langer Ruhepause und viel Chaos im realen Leben abseits des Blogs ist es endlich an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. In den letzten Wochen habe ich mir häufig gedacht, wie schön es doch wäre, mit dem Blog mal so richtig durchzustarten und dann habe ich mir wieder gedacht, dass das doch bestimmt eh niemanden interessiert und für wen ich das denn überhaupt machen will. Und so war ich gefangen in einer gedanklichen Endlosschleife. Der einzig logische Ausweg: Es einfach mal ausprobieren und dann sehen wir schon was passiert. (Danke an den Mann, dass er mich hier so unterstützt und ermutigt das jetzt auch mal durchzuziehen!) [Immer gerne. – Der Mann, nett]

Deswegen habe ich – wie einige vermutlich schon mitbekommen haben –  zum 01. November auf Instagram ein Experiment gestartet. Ich möchte herausfinden, wie ich mit dem Blog und Instagram weitermachen möchte und ob ich überhaupt „das Zeug dazu habe“. Nebeneffekt des Ganzen ist auch, dass ich mich so mehr mit Insights und anderen Themen im Hintergrund auseinandersetze und die Abläufe und den Algorithmus hinter Instagram langsam verstehe (oder mir zumindest einbilde, mehr davon zu verstehen). Grob sieht der Plan für diesen Monat für Instagram also so aus: Täglich in der Story aktiv sein (und wenn es nur 2-3 Snippets sind), ca. 3 Beiträge die Woche posten, versuchen damit mehr Reichweite zu generieren und eine Community aufbauen. Für den Blog heißt es in diesem Monat vor allem: Umbauarbeiten, Brainstorming und Neugestaltung. Die zentralen Fragen sind: Wo will ich hin mit meinem Blog? Welche Themen möchte ich hier langfristig aufgreifen? Und was ist ein realistisches Pensum, das ich auch neben dem manchmal doch turbulenten Alltag einer Zweifach-Mama beibehalten kann?

Die erste Woche habe ich vorwiegend Instagram gewidmet, erstmal in die täglichen Stories reinkommen, wieder an Beiträge herantasten und versuchen, die Insights auszuwerten und daraus Schlüsse für zukünftige Postings zu ziehen. Nachdem die erste Woche vergangen ist,  wird es also Zeit den Blog in Angriff zu nehmen und hier mal „Klar Schiff“ zu machen. Erster Schritt: Euch mit ins Boot holen und erzählen was mich hier gerade zu umtreibt. (Und ich sollte mir mal Gedanken über Metaphern machen, die nicht aus der Seefahrt kommen.) In den nächsten Tagen wird sich dann sicherlich auch noch ein bisschen was optisch verändern. Ich bin zwar im Großen und Ganzen recht zufrieden mit dem Layout, aber an der Aufteilung der einzelnen Seiten usw. wird sich vermutlich noch ein bisschen was tun. Ich möchte das Grußwort auf der Startseite erneuern und evtl. werden auch ein paar alte Beiträge ins Archiv wandern, weil ich mich inhaltlich ein bisschen verändern möchte. Und damit sind wir auch schon an dem größten Punkt angekommen, was auch der Hintergrund dieses Neuanfangs ist: Warum mache ich diesen Blog eigentlich?

Ursprünglich ist die Grundidee zu einem eigenen Blog daraus entstanden, dass ich wahnsinnig viele Pläne hatte für die erste Elternzeit, weil ich der Meinung war, dass ich mich „nur“ als Baby-Mama ja furchtbar langweilen werde. (Wow, was war ich ahnungslos.) Der Blog sollte zum einen gerade auch Familie und Freunden eine schöne, einfache Möglichkeit bieten, ein bisschen was aus unserem Familienalltag mitzubekommen und gleichzeitig mir die Chance geben meinen – immer noch gehegten –  tiefen Wunschtraum von einem Dasein als Kinderbuchautorin  näher zu kommen, meine ersten Geschichten einem Publikum zu präsentieren und einfach mal zu sehen, wie das so ankommt. Aber wie das immer so ist, kommt es anders als man denkt. Elternzeit ist mit „nur“ Baby-Mama (wo ja noch vieles anderes, wie Haushalt usw. mit dran hängt) doch ganz gut ausgefüllt, vor allem wenn dann noch die ein oder andere unerwartete Krankheit oder, oder, oder dazwischen kommt. Der Blog wurde also schnell zum nächsten Punkt auf einer gefühlt unendlichen To-Do-Liste, Geschichten schreiben zur Zeitverschwendung, die ich mir gerade nicht leisten kann, und so fand auch die Freude am Blog recht schnell ihren Tiefpunkt.

Was hat sich geändert? Nun, inzwischen bin ich Zweifach-Mama, habe mit dem Möhrchen und der Erbse also ein Kleinkind und ein Baby zu betreuen (natürlich in Arbeitsteilung mit dem Mann, sonst wäre ich sicher nicht in der Lage, das hier gerade zu schreiben) und habe unterm Strich also noch weniger Zeit als vorher. Klingt nicht unbedingt nach den idealen Voraussetzungen, den Blog jetzt richtig durchstarten zu lassen, oder? Aber, gerade jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich das machen MUSS. Und zwar für mich. Für niemand anderen. (Versteht mich nicht falsch, ich freue mich tierisch, dass ihr hier seid! Aber das darf jetzt nicht der Haupt-Beweggrund sein.)

Letzte Tage hat mir eine sehr gute Freundin eine – für mich aktuell – sehr fiese Frage gestellt. Nach dem üblichen „Wie geht’s euch so?“, „Was machen die Kinder?“, fragte sie mich: „Wie geht es dir eigentlich so persönlich?“ Ähm… Gute Frage. Schwierige Frage. Gemeine Frage. Aber eine so wichtige Frage. In den letzten Wochen (und ich fürchte dem Mann geht es ähnlich) kenne ich vor allem einen Modus: Funktionieren. Und wenn ich ehrlich bin, funktioniere ich langsam nicht mehr so reibungslos, wie ich es gerne hätte. Warum? Weil ich – gefühlt – nur noch für andere funktioniere. (Wenn mir jetzt einer kommt mit der von mir selbst ausgesuchten, aufopfernden Rolle der immer einfühlsamen Mutter, kann er sich warm anziehen!) Ich liebe meine Kinder. Ich liebe meinen Mann. Und ich liebe unsere Familie. Aber im Moment kann ich nicht mehr klar sagen, dass ich mich selbst liebe. Das ist nicht gut und das will ich hier und jetzt ändern. Das muss ich hier und jetzt ändern, damit ich wieder – auch für andere – reibungslos funktionieren kann. Und dafür brauche ich endlich wieder etwas eigenes, etwas das ich nur für mich mache. Genau da kommt nun der Blog ins Spiel. Schreiben macht mir Spaß. Wenn ich mir die Zeit nehme zu schreiben, merke ich, dass es mir danach besser geht. Es beruhigt mich und erdet. Aber ich möchte mich thematisch nicht auf den Familienalltag und Kindergeschichten beschränken. Ich möchte frei von der Leber weg darüber schreiben können, was mich eben gerade bewegt. Natürlich ist das oft der Familienalltag und Erziehungsfragen. Aber es sind eben auch viele andere Sachen. Lange habe ich mich selbst ausgebremst. („Schuster, bleib bei denen Leisten“) Wie könnte ich mir rausnehmen über Themen zu schreiben, in denen ich nicht versiert bin. Aber wisst ihr was? In Themen, die mich interessieren, in denen ich noch nicht versiert bin, kann ich mich einlesen. (Für irgendwas muss mein Studium ja gut gewesen sein und wenn es „nur“ zum Recherchieren von Blogeinträgen ist.)

Stellt euch also darauf ein, dass sich die Themen hier zukünftig ein bisschen breiter fächern werden. So ganz genau kann ich euch noch nicht sagen, wo die Reise hingehen wird, aber ich freue mich drauf. Und ich hoffe ihr seid alle mit dabei!

Liebe Grüße

Euer Zuckerrübchen

2 Gedanken zu „Neustart – Zuckerrübchen 2.0“

  1. Zitat von Dir: „…Aber im Moment kann ich nicht mehr klar sagen, dass ich mich selbst liebe. Das ist nicht gut und das will ich hier und jetzt ändern…“
    Und DAS solltest Du ändern… um vielleicht nicht in einigen Jahren zu denen zu gehören, um die es in meinem Blog geht. Hier kannst Du mal nachsehen, wenn Du magst: http://www.midlifegoescrazy.wordpress.com
    Verliere DICH nicht aus den Augen… aber mit Taktgefühl.
    LG, Marita

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