Grüße aus dem Wochenbett

Die ersten vier Wochen als Zweifach-Mama sind geschafft und ich dachte, es ist an der Zeit für ein Lebenszeichen hier auf dem Blog.

Vorab bleibt natürlich zu klären, wie wir das mit dem Namen von Kind Nummer 2 hier handhaben wollen. Nachdem unser erster Sohn euch allen wohlbekannt ist als unser Möhrchen, liegt es ja quasi auf der Hand, dass er nun Unterstützung von der Erbse bekommt. (Ja, meine Kreativität hat nicht mehr hergeben)

Die Erbse hat sich also nun endlich zu uns gesellt. Nachdem wir verdammt lange auf die Geburt hingefiebert haben (Siehe die letzten Blogbeiträge), ging es dann plötzlich alles sehr schnell. Den Geburtsbericht gibt es demnächst als separaten Beitrag. Nur soviel vorab: Ich bin am Dienstag vor Ostern vormittags in die Klinik, um eingeleitet zu werden (ja, leider wieder mit Einleitung…) und Dienstagabend um 21:00 Uhr war es geschafft und unser zweiter Sohn lag gesund und munter in unseren Armen. Mit dem Tempo hatte nun wirklich keiner von uns gerechnet.

Am Karfreitag durften wir dann endlich nach Hause! Meine Wunschvorstellung, nur höchstens eine Nacht im Krankenhaus zu bleiben, ist leider nicht realisierbar gewesen, weil die Erbse noch für 48 Stunden beobachtet werden musste aufgrund eines positiven Streptokokken-Abstrichs. Somit hatten wir zwei aber zumindest die Gelegenheit, uns erstmal in aller Ruhe kennenzulernen. Nach meinem Geschmack, dank der Pandemie und den daraus resultierenden Maßnahmen, leider schon fast zu viel Ruhe, weil natürlich weder der Mann, geschweige denn das Möhrchen, uns besuchen kommen durften. Umso größer war natürlich die Freude und Aufregung, als sich an Karfreitag die Geschwister dann endlich kennengelernt haben. Und wir könnten nicht glücklicher sein! Das Möhrchen begegnet seinem kleinen Bruder mit so viel Liebe und Rücksicht, dass uns jedes Mal das Herz überläuft. Eifersucht hält sich völlig in Grenzen und äußert sich wenn überhaupt nur darin, dass das Möhrchen manchmal nicht von Mamas Seite weichen will, wenn die Erbse gestillt wird, aber dann kuscheln wir halt zu dritt.

Was ich persönlich diesmal völlig unterschätzt habe, ist dass das Wochenbett eben nicht ohne Grund WOCHENbett heißt. Am liebsten wäre ich schon an Ostern wieder ganz normal durchs Haus gesprungen und hätte mit dem Möhrchen gespielt und mich in die Küche gestellt und all solche Dinge. Aber da macht mein Körper natürlich so kurz nach der Geburt nun wirklich nicht mit. Das haben mir ein paar, leider nicht aufschiebbare, Termine direkt in der ersten Woche daheim schnell gezeigt.

Wie das bei Stillkindern nun mal so ist, überall wo das Baby ist, ist auch die Mama. Ostersonntag ging es also nochmal zur Blutkontrolle in die Kinderklinik (ging um die anfängliche Gelbsucht, war aber zum Glück alles im Normbereich), Dienstag zur U2 zum Kinderarzt und Donnerstag aufs Standesamt, um die Geburtsurkunden zu beantragen (da müssen beide Elternteile unterschreiben, d.h. auch das ließ sich nicht auf den Mann abwälzen). Freitag war bei mir dann erstmal Sense.

Es hieß die letzten drei Wochen dann also ganz brav ruhige Kugel schieben, den Großteil des Tages auf dem Sofa verbringen, meist mit Baby an der Brust oder auf dem Arm, und versuchen sich zu entspannen so gut es eben geht. Dank der Unterstützung des Mannes und, ich sage es ganz ehrlich, der Möglichkeit zur Notbetreuung in der Kita vom nun großen Bruder, funktioniert das auch soweit ganz gut. Besonders wichtig für mich in diesem Fall, weil wir leider ein paar Startschwierigkeiten beim Stillen hatten, die ziemlich schmerzhafte Folgen für meine Wenigkeit mit sich gebracht haben. (Auch das kommt vielleicht mal in einem eigenen Beitrag, mit entsprechender Triggerwarnung, weil genauere Beschreibungen von den Dingen, die eine Überbeanspruchung so mit der weiblichen Brust anstellen kann, vielleicht auch nicht unbedingt allgemeinverträglich sind.)

Aber auch diese Problematik bekommen wir, dank meiner wundervollen Hebamme, gut in den Griff und ich bin optimistisch, dass spätestens in zwei Wochen das Wochenbett dann auch hinter uns liegt und wir endlich anfangen können, uns einen neuen Alltag aufzubauen, mit neuen Routinen und Abläufen für unser Familienleben zu viert.

Unterm Strich: Es geht uns gut und wir sind sehr glücklich über unseren Neuzugang!

Willkommen kleine Erbse! ♥️

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