Zuckerrübchen Update

Reden wir doch zur Abwechslung mal einfach über mich. (Egozentrisch? Vielleicht. Aber: Mein Blog, da darf ich das.) Ich habe nach einer gefühlten Ewigkeit meinen Körper endlich wieder voll und ganz für mich. Nicht schwanger, nicht mehr am Stillen. Alles meins. Man sollte meinen, nach dieser langen, doch sehr zehrenden Zeit, in der mein Körper neben mir auch immer noch in irgendeiner Form das Möhrchen versorgt hat, bin ich nun ganz im Reinen mit mir und hege und pflege mich. Leider ist dem eher nicht so. Ich habe eine nicht wegzudiskutierende Neigung zum Frustfressen und drei mal dürft ihr raten, was die aktuelle Lage mit mir macht: Sie frustet mich! Und zwar extrem. Also habe ich die letzten Tage abends mit einem Eis oder Schokolade oder Chips oder auch einfach mal ein paar Gummibärchen auf dem Sofa ausklingen lassen. Und fühle ich mich dadurch besser? Nein, natürlich nicht. Das ist ja das Problem an der Sache mit dem Frustfressen, es endet in neuem Frust, über die eigene Unfähigkeit, den inneren Schweinehund in die Wüste zu schicken. Neuer Frust bedeutet im Umkehrschluss was? Genau. Die nächste Tafel Schokolade muss her. Vor zwei Tagen unter der Dusche der plötzliche Moment der Erkenntnis: So kann das nicht weitergehen. Denn dank der Isolation fällt natürlich auch mein Sportkurs weg (der eine, den ich seit Jahren mal wieder in Angriff genommen hatte), ich fühle mich also träge, faul und habe Sorge, langsam aber sicher einzurosten, wenn ich meinen Allerwertesten nicht mal wieder in Schwung bringe. Mit bisher nicht gekannter Motivation ging es also aus der Dusche auf die Sportmatte (ja, an der Reihenfolge müssen wir noch arbeiten) und immerhin 20 Minuten Pilates habe ich mit persönlichem Cheerleader in Form des Möhrchens hinbekommen. Dann war ich doch etwas zu abgelenkt von dem auf mich kletternden Kleinkind. Aber besser als nichts. Und traurig, aber wahr, ausreichend für zwei (!) Tage Muskelkater im Bauch. So, jetzt heißt es nur, diese Motivation aufrechterhalten und demnächst, vielleicht intelligenterweise abends, wenn das Möhrchen im Bett ist, regelmäßig ein bisschen Sport daheim einbauen. Denn, auch wenn ich auf den Muskelkater gut und gerne verzichten könnte, muss ich sagen, hat es sich ehrlich gut angefühlt, sich ein bisschen zu bewegen und auch einfach auf mich zu konzentrieren. Ich bin gespannt, ob ich das durchgezogen bekomme, aber bleibe jetzt erstmal optimistisch.

Neben meinem neu entdeckten „Bewegungsdrang“, versuche ich im Moment vor allem, irgendwie wieder Struktur in den durch Kurzarbeit und Ausgangsbeschränkung durcheinander gewürfelten Alltag zu bekommen. Irgendwie verliere ich so ein bisschen das Gefühl für Zeit und Raum, wenn die üblichen Fixpunkte im Tages- oder Wochenplan nahezu komplett wegfallen. Aber wir arbeiten dran! Es kann nur besser werden.

Und dann schulde ich euch natürlich noch die Auflösung vom Rätsel letzte Woche! Das Lösungswort war: Familie

Ich freue mich, dass so viele von euch mitgerätselt haben. (Von meiner Quizrunde hatten übrigens nicht alle das Lösungswort parat. Tja, so schnell können einem Punkte durch die Lappen gehen, gell?)

Damit wünsche ich euch nun noch eine tolle Restwoche und hoffe ihr verliert euch nicht im Isolationsblues. Wir lesen uns nächste Woche wieder!

Ein Gedanke zu „Zuckerrübchen Update“

  1. Willkommen im Club. ich kann im Moment auch nicht sagen welcher Wochentag heute ist, denn wenn du noch nicht einmal zum Einkaufen darfst, dann ist jeder Tag wie der nächste oder wie gestern. ich muss auch immer wieder auf den Kalender schauen um festzustellen ob heute Mittwoch oder Sonntag ist. ich hoffe es wird bald wieder anders. hdgdl Mama

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