Der Herbst bringt so viel schönes mit sich. Wir genießen die Sonne in einem Meer aus Farben, es gibt Kastanien (die aktuell einfach so als Spielzeug dienen und mit denen ich für die kommenden Jahre schon so viele Bastelideen habe), die Kürbissaison ist eingeläutet (mit der Freude stehe ich hier zuhause leider ziemlich allein, egal, mehr Kürbissuppe für mich), und noch einiges mehr. Ich mag den Herbst wirklich gern. Aber muss er denn unbedingt die Erkältungssaison mit sich bringen? Es ist doch erst Mitte Oktober und das Möhrchen ist noch nicht in der Kita und trotzdem hat uns jetzt schon die erste dicke Erkältung erwischt. Nachmittags noch schön in der Sonne gespielt, ging es abends dann mit leichtem Fieber und ordentlicher Schniefnase los. Heute (also gestern, wenn ihr den Blogbeitrag am Montag lest) lag das arme Möhrchen dann den ganzen Tag mit Fieber an mich gekuschelt auf dem Sofa und hatte kaum genug Energie, um ein paar Bilderbücher anzugucken.
Er fordert heute (gestern? Egal.) also sehr viel Mama-Zeit und ich habe natürlich, Zeitmanagment-Profi, der ich nun mal bin, den Sonntagabend nun zu meiner Standard-Blogschreib-Zeit erklärt. Das Möhrchen findet ohne mich aber nur sehr schwer zur Ruhe und deswegen ist die Zeit diesmal sehr knapp bemessen. Daher nur ein kurzer Beitrag heute. (Ich werde dafür nächste Woche ein bisschen weiter ausholen, versprochen.)

Der goldene Herbst ist da! (Okay, die ersten drei goldenen Herbsttage sind da, bevor dann wieder die grauen Regenwolken um die Ecke kommen.) Gestern (jetzt dann also vorgestern) ging es für mich mit dem Möhrchen und meiner Oma auf den Spielplatz, die Sonne genießen.
Meine Oma väterlicherseits ist leider seit einem Schlaganfall vor zwei Jahren pflegebedürftig und sitzt im Rollstuhl. Während meiner Schwangerschaft haben wir (mit ihr gemeinsam) entschieden, dass sie in ein Pflegeheim in unserer Nähe umzieht. So können wir sie regelmäßig besuchen und sie bekommt noch möglichst viel von der Familie mit. Diese Ausflüge mit dem Möhrchen genießt sie immer sichtlich und es ist so schön zu sehen, wie ihr Urenkel es schafft, sie zu „wecken“. (Ich finde keine passendere Fomulierung, es macht sich in den letzten Monaten leider mehr und mehr die Altersdemenz bemerkbar und so verfällt sie häufig in eine Art Lethargie, aber das Möhrchen schafft es immer sie zumindest kurz da raus zu holen.)
Ich hoffe wirklich sehr auf noch mehr solcher schönen Herbsttage in der nächsten Zeit, ich habe meine Oma schon lange nicht mehr so zufrieden und glücklich gesehen, wie in der halben Stunde, die sie das Möhrchen auf dem Spielplatz beobachten konnte. Das Möhrchen hatte auch viel Spaß und hat der Uroma ganz stolz seine Kastaniensammlung gezeigt. (Auf dem Weg vom Spielplatz zurück zum Heim. Aus dem Kinderwagen heraus. Alle zwei Schritte durfte ich anhalten, damit die beiden sich Kastanien hin und herreichen können. Aber sie haben sich beide so gefreut, da darf der Weg dann auch mal doppelt so lang dauern.)
Etwas, das meine Eltern mir von Anfang an mit auf den Weg gegeben haben: Das wichtigste ist die Familie. (Und die Gesundheit natürlich, aber das passt hier jetzt gerade nicht in meinen Pathos) Und so genieße ich diese Familienmomente sehr. Es geht eben doch oft unter im Alltag, neben der Arbeit und dem Haushalt, offenen Rechnungen, Zukunftsplänen und allem was man als #workingmum eben so auf dem Schirm hat. Aber solche kleinen Momente, in denen man einfach mal mit seinen Liebsten zusammen ist und den Augenblick genießen kann, sind so wertvoll und verdienen es einfach mal rausgestellt zu werden. Also gebt euren Lieben einen dicken Schmatzer und sagt ihnen, dass ihr sie lieb habt!
Ich lege mich jetzt zu meinem fiebernden Spatz ins Bett und wünsche euch einen guten Start in die Woche! Bis nächsten Montag.
Ich bin sehr stolz auf dich. Ich liebe dich. MAMA
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